Turmdeckelschnecke (Melanoides tuberculata)

Stand vom 23.4.2011

Eigenschaften:

Die in Ostafrika bis Südasiatischen Gewässern beheimatete Schnecke ist wohl eine der Verbreitesten in der Aquaristik. Oft werden sie unabsichtlich mit neuen Pflanzen eingeschleppt, und fallen meist erst dann auf, wenn sie sich schon vermehrt haben. Sie werden aber auch gezielt in Aquarien eingesetzt, da sie den Bodengrund lockern, abgestorbene Pflanzen und Futterreste fressen. Sie kann auch ein Indikator für die Wasserqualität sein. Wenn die Schnecken oft und viel an Scheiben hochkrabbeln, kann dies ein Zeichen für zu wenig Sauerstoff im Wasser sein, oder ein Anzeichen für zu viel Nitrit. Die Tiere erreichen Größen von 2 bis 4cm und haben meist zwischen 8 und 15 Windungen.

 

Da Melanoides tuberculata nachtaktiv ist, sind sie tagsüber kaum zu sehen. In ruhigen Becken kommen sie auch tags ab und zu zum Vorschein. In Becken mit lebhaftem Besatz sind sie fast ausschließlich nachts zu sehen. Bei übermäßiger Fütterung der Fische vermehren sich diese Schnecken rasend schnell und können auch zum Problem werden! Je nach Größe des Bestands setzen sie den Bodengrund mit ihrem Kot zu. Wer schon mal ein Becken mit einem größeren Besatz an Melanoides tuberculata ausgeräumt hat, wird festgestellt haben, dass der Bodengrund sehr unangenehm riecht. Da ich der Meinung bin, dass sich so viel Kot schnell zu einer gesundheitlichen Gefahr für die anderen Bewohner entwickeln kann, empfehle ich dringlichst den Bodengrund ab und an mit einer Saugglocke zu reinigen, und eventuell den Bestand zu durch absammeln zu verkleinern.

Aquarium:

Diese Schneckenart kann problemlos in Becken ab 10L Volumen gehalten werden. Das einzige was man einhalten sollte ist, dass man nicht allzu groben Bodengrund wählt. Ich habe 5mm Kies im Becken, die Schnecken scheint es soweit nicht zu stören. Jedoch muss man damit rechnen, dass die Gehäuse verkratzt sind. Bei ausreichend futter gehen sie keine lebenden Aquarienpflanzen an, allerdings kommt es bei hoher Besatzdichte auch mal vor.

 

Wasserwerte:

Gh: mindestens 12°dGH                                                                          

Ph:6-8 

Temperatur: recht unempfindlich, optimal wären ca. 23°C

Futter:

Abgestorbene Pflanzen, Futterreste, Kadaver, Apfel, Birne, Salat, Erd- und Himbeere, weichgekochte Karotte, Algen und Zucchini.

 

Zucht:

Diese Schneckenart vermehrt sich durch Parthenogenese (Jungfernzeugung) und ist Lebendgebärend. Je nach Größe des Muttertiers kommen ein bis fünf Tiere auf die Welt. Die Größe beträgt ebenfalls abhängig vom Muttertier 1-4mm. Bei ausreichend Futter sehr vermehrungsfreudig!

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